Das Gemeindewappen


Nachdem man sich in Norderbrarup schon immer ein Wappen als gemeinsames Wiedererkennungszeichen gewünscht hatte, kam der Gemeinderat diesem Wunsch nach und ließ von Egon Ossowski aus Handewitt ein Wappen entwerfen, das am 14.12.2006 von der Gemeindevertretung angenommen wurde. Das Wappen sollte als Dorferkennungsmerkmale einen Giebel des Margarethenschrankes, einen Glockenturm, eine Urne, eine Glocke und ein Hufeisen enthalten.Am 23. Mai 2007 wurde das Wappen im Rahmen einer Einwohnerversammlung öffentlich vorgestellt. Neben dem Wappen gibt es auch eine Flagge, die für 40€ zum Verkauf angeboten wird.


Wappenbeschreibung und Begründung

In dem oberen Bereich des blau-goldenen Wappens finden sich ein goldenes Hufeisen (oben links) und eine goldene Urne (oben rechts), als Trennung zum unteren Bereich wird der Giebel des Margarethenschrankes verwendet. Der untere Bereich stellt das Zentrum des Wappens dar und zeigt den Glockenturm in blau mit einer goldenen Glocke.
Das Wappen ist komplett in den Farben blau und gold gehalten, was auf die Zugehörigkeit zum Landesteil Schleswig verweist.
Im oberen Bereich sind zunächst die Begleitfiguren positioniert. Das Hufeisen ist eine Erinnerung an die Pferderasse „Schleswiger Kaltblut“, weil in Norderbrarup eine von drei Angeliter Zuchtstationen für diese Rasse beheimatet war, die bis 1975 in Norderbrarup gezüchtet wurde.
Die Urne steht für einen erst kürzlich entdeckten Urnenfriedhof neben der alten Ziegelei. Die ältesten Funde stammen vermutlich aus den letzten Jahrhunderten vor Christi Geburt. Das besondere an dem Urnenfriedhof ist, dass es sich um einen der wenigen nachgewiesenen Frauenfriedhöfe Angelns handelt.

Die Trennung des oberen und unteren Wappenteils ist ein blau-goldener Übergang in Form des barocken Giebels des bereits erwähnten Margarethenschrankes. Die Margarethenschränke waren der Hauptgegenstand der Margarethenspende, die vom Norderbraruper Bauern Adolf Jakobsen auf Wunsch seiner verstorbenen Tochter Margarethe im Jahr 1895 ins Leben gerufen wurde. Die Schränke enthielten Krankenpflegeartikel und wurden weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Noch heute sind sie das traditionelle Kernstück vieler Diakoniestationen. Im Knüttelmuseum kann man den besonderen Schrank mit der Nummer eins begutachten.
Der Turm in Zentrum des Wappens zeigt den hölzernen Glockenturm der St. Marienkirche aus Norderbrarup, der als Wahrzeichen der Gemeinde gilt. Der Turm ist der älteste Holzglockenturm in Angeln und wurde im 13. Jahrhundert erbaut.