Übungskonzept und Übungsorte


Das Übungskonzept der Freiwilligen Feuerwehr Norderbrarup ist eng verknüpft mit der Feuerwehr-Dienstvorschrift „Ausbildung der Freiwilligen Feuerwehren“ (s. Downloadbereich).
Nachdem ein Feuerwehrmann-Anwärter die Truppmann-Teil-1-Ausbildung auf Amtsebene durchlaufen hat, muss er im nächsten Jahr in unserer Wehr den sog. Teil 2 der Truppmann-Ausbildung sowie ein sog. ABC-Modul I in der Kreisfeuerwehrzentrale Schleswig absolvieren.
Also, zunächst bei uns: Neben einer obligatorischen Erste-Hilfe-Ausbildung erfolgt eine Kombination praktischer und theoretischer Übungsinhalte zu folgenden Themen: Löscheinsatz, Einfache Technische Hilfe, überörtliche Hilfe, ABC-Gefahrenstoffe, Objektkunde, Knoten und Stiche sowie der Einsatz tragbarer Leitern. Dazu wird die gesamte Einsatzabteilung am jeweiligen Dienstabend in 2 Gruppen aufgeteilt; eine Gruppe absolviert zunächst eine theoretische Einheit von ca. 30 – 45 Minuten Dauer. Ausbilder sind hier ein Mitglied des Vorstandes, z.B. der Gruppenführer und ein unterstützender Kamerad aus der Einsatzabteilung. Die andere Gruppe übt in diesem Zeitraum zum gleichen Thema praktisch mit dem Feuerwehrfahrzeug. Auch hier sind 2 Ausbilder vor Ort: ebenfalls ein Mitglied des Vorstandes und ein ebenso unterstützender Kamerad. Nach 30 – 45 Minuten werden die Gruppen getauscht, d.h. die Theoriegruppe geht in die Praxis und umgekehrt.


Warum machen wir das?
Die Anforderungen werden im Einsatz immer umfangreicher. Natürlich sollen wir den Löscheinsatz möglichst perfekt beherrschen, aber auch bei den verschiedensten technischen Hilfeleistungseinsätzen werden wir benötigt. Und auf den Straßen werden zahlreiche Gefahrstoffe transportiert, man denke nur einmal an Diesel oder Flüssiggas. Zusätzlich besteht auch immer die Gefahr, zu einem Verkehrsunfall gerufen zu werden, um dort im Rahmen der sog. einfachen technischen Hilfe (also ohne hydraulische Rettungsschere) zu unterstützen, z.B. in Form Erster Hilfe, Sicherung der Einsatzstelle oder Herstellung eines zweifachen Brandschutzes.
Die Übungsorte ergeben sich aus den jeweiligen Übungsinhalten. Theorie findet i.d.R. im Schulungsraum des Gerätehauses statt, ggf. auch in Form von Objektkunde-Besichtigungen im Ort, z.B. bei Photovoltaik-Anlagen oder anderen gefährdeten Objekten. Die Praxis erfolgt im normalen Übungsdienst i.d.R. im Ort Norderbrarup oder auf dem Dorfplatz.
In der Kreisfeuerwehrzentrale in Schleswig wird dann im Rahmen der Truppmann-Teil-2-Ausbildung noch das sog. ABC-Modul I an 5 Abenden vermittelt. Hier geht es im Wesentlichen um den Umgang mit den verschiedenen Gefahrenstoffen, auf die wir treffen können.
Neben den beschriebenen Theorie-Praxis-Übungen finden darüber hinaus noch sog. Einsatzübungen ohne vorhergehende Theorie statt. Hierbei geht es darum, das erworbene Fachwissen an einem Übungsobjekt im Ort sowohl in der Brandbekämpfung und im Löscheinsatz als auch in der technischen Hilfe umzusetzen. Zu diesem Übungskonzept gehört auch die gemeindeübergreifende Hilfeleistung, d.h. wir üben mit verschiedenen Nachbarwehren zu diversen Themen gemeinsam.
Den Abschluss des Jahres bildet dann die sog. Sicherheitsunterweisung, d.h. wir Feuerwehrleute müssen auch über die aktuellen Unfallverhütungsvorschriften informiert werden.
Es werden aber nicht nur Übungsdienste gefahren: Am Ende einer jeden Übung beginnt der „gemütliche Teil“ zur Förderung der Kameradschaft. Es wird i.d.R. gemeinsam gegrillt und gegessen, sich über Neuigkeiten und Alltägliches ausgetauscht und auch das eine oder andere Getränk zu sich genommen.
Text: Jan Jensen


Haben Sie ein passendes Übungsobjekt, das sich evtl. für eine Feuerwehrübung eignet? Schlagen Sie es uns vor. Mehr Infos.



Zum Einsatz fertig - Nachtübung unter Atemschutz in Norderbrarup