Warum bist du in der Feuerwehr?


Die gute Kameradschaft ist für viele ein Grund in die Feuerwehr einzutreten. Doch es gibt auch vielfältige andere Gründe, von denen sich Kameraden motiviert fühlen, in der Feuerwehr aktiv zu sein. Jeder Mensch hat etwas, das ihn antreibt. Feuerwehr-Norderbrarup.de hat einige Kameraden dazu gezwungen, ihre Motivation einmal kundzutun.

Gemeinsame Bootstour - Die Kameraden unternehmen zusammen weit mehr als nur Feuerwehrübungen.
 

Bernd Hansen
Ich habe mir damals gesagt, einem Verein im Ort trittst du bei. Gehste in die Feuerwehr - da wird was bewegt. Und bis heute sind wir eine starke Truppe!

 

Bernd Wacker
Eingetreten in die Wehr bin ich vor Urzeiten, weil ich als Hausbesitzer eine leise moralische Verpflichtung verspürte, im Falle eines Hilferufes auf keinen Fall untätig zu sein. Helfen zu können – an welcher Stelle auch immer – ist mir ein inneres Anliegen.
Ein zweiter Aspekt ist erst im Laufe der Zeit deutlicher geworden:
Die Feuerwehr ist einer der sozialen Anknüpfungspunkte im Dorf. Es werden bei den Übungen Drähte zu Kameraden gepflegt, mit denen man im täglichen Einerlei möglicherweise selten Kontakte hat. Dieses Aufeinander-Zählen-Können beim Übungsbetrieb und im Einsatzfall erwächst aus einer Kameradschaft, die auch der dörflichen Gemeinschaft sehr zuträglich ist, nämlich dann, wenn es z.B. gilt, einen Laternen- oder Kindergildenumzug der Schule abzusichern, den Weihnachtsmarkt auszurichten, den Maibaum aufzurichten oder ein zünftiges Fest zu feiern.
Aus diesen Aktivitäten entwickeln sich feste Verbindungen, die auch dann tragen, wenn ein Einsatz die letzten Reserven fordert. Es ist rundherum ein gutes Gefühl, Teil so einer Truppe zu sein!

 

Caroline Hannemann
Ich bin zwar nicht furchtbar technisch oder handwerklich begabt, mir liegen da eher andere Gebiete: In unserer Feuerwehr machen wir jedes Jahr Auffrischkurse in der 1. Hilfe. Wenn etwas passiert, sind Feuerwehren oft schneller vor Ort als der Rettungswagen aus der nächsten Stadt. Dann müssen wir die Erstversorgung übernehmen und die Lage einschätzen. Auch wenn niemand verletzt ist, haben unsere Einsätze oft etwas Traumatisierendes. Da hilft es einfach, wenn wir von der Feuerwehr uns für die Betroffenen Zeit nehmen und sie beruhigen. Natürlich übernehme ich auch andere Aufgaben, wie z.B. Wasserversorgung aufbauen, Straßen absperren oder meinen Kameraden unterstützen. All das sollte nicht unterschätzt werden, wir brauchen nicht nur die Atemschutzgeräteträger die direkt am Geschehen sind, sondern auch diejenigen, die dafür sorgen, dass diese Kameraden ihren Job sicher und schnell erledigen können.
Schlussendlich war die Kameradschaft ein wichtiger Faktor, weshalb ich vor 6 Jahren in die Feuerwehr eingetreten bin. Wir sind eine junge und aktive Truppe, jeder Kamerad hat ein offenes Ohr für die Belange des anderen und wir haben zusammen viel Spaß bei Übungsabenden oder bei Veranstaltungen. Als einzige Frau wurde ich immer respektvoll als eine der Gruppe aufgenommen. Ich möchte mit meiner Mitgliedschaft auch andere Frauen dazu ermutigen, in die Feuerwehr einzutreten. Ich bestehe da nämlich nicht auf meinen Titel als einzige Frau in der Feuerwehr und würde mich über mehr weibliche Unterstützung freuen, egal ob in Norderbrarup oder jeder anderen Feuerwehr. Also. Ran an den Brandherd!

 

Christoph Wacker
Am Anfang habe ich gezögert in die Feuerwehr einzutreten, weil ich nicht einschätzen konnte, wie groß der zeitliche Aufwand ist und ob das für mich nebenbei so einfach machbar wäre. Außerdem mussten zunächst 10 Abende Anwärterlehrgang absolviert werden, nur um danach festzustellen, dass der Feuerwehralltag evtl. doch nichts für mich ist? Zum Glück habe ich den Schritt gewagt. Als kleine Dorffeuerwehr sind 5 Einsätze im Jahr das Maximum und vom vollen Dienstplan blieben in der Realität als Pflichtveranstaltungen nur ca. ein Mal im Monat eine Übung übrig. Und noch dazu brachte das Ganze jede Menge Spaß.
Menschen aller Altergruppen mit unterschiedlichen Ausbildungen und Stärken kommen zusammen und jeder wird so akzeptiert wie er ist. Diese Vielfalt an Talenten formt eine unglaublich starke Gruppe. Es gibt nichts, was man zusammen nicht hinbekommt.  Als ich mit 18 Jahren eintrat, wurde ich sofort für voll genommen und bekam Verantwortung übertragen. Erstaunlicherweise waren die Leute stets bereit für Veränderungen und Modernisierungen. Laufend kommt jemand mit neuen Ideen und  immer bekommt er oder sie große Unterstützung bei der Umsetzung. „Das machen wir so, weil das immer so gemacht wurde!“ – solche Sprüche sind in Norderbrarup noch nie gefallen.
Die Feuerwehr ist gleichzeitig Hobby und kein Hobby. Die Übungen und das gemütliche Grillen danach sowie viele Aktionen sind sicherlich als Hobby und normales Vereinsleben einzustufen. Und einige Kameraden sind schnell viel mehr als nur Kollegen.
Wenn aber mitten in der Nacht bei -15 Grad der Pager piept und ein Haus in Flammen steht, kann man den Einsatz beim besten Willen nicht als Hobby bezeichnen, sondern eher als Berufung. So etwas macht keinen Spaß, die Menschen verlieren ihr gesamtes Hab und Gut und befinden sich in großer Gefahr. Man weiß jedoch genau, dass man von Ausrüstung und Ausbildung optimal vorbereitet ist, und niemand außer den ansässigen Feuerwehren schneller und effektiver helfen könnte. Und das möchte ich dann möglichst gut erledigen. Ich könnte es mit meinem Gewissen nicht vereinbaren im Bett liegen zu bleiben, während  nebenan eine Katastrophe passiert. Insofern war der Eintritt in die Feuerwehr letztendlich der einzig logische Schritt. Nur so funktioniert doch eine Gemeinschaft, egal ob Dorf oder Großstadt: Miteinander füreinander eintreten, es kann schließlich jeden treffen.

 

Jan Jensen
Zugegebenermaßen ist diese sehr persönliche Frage für mich nicht in wenigen Sätzen zu beantworten.
Ausgangspunkt ist gewissermaßen ein Großbrand im Jahr 1997 in einer Nachbargemeinde von Norderbrarup, auf den ich unwissentlich hinzukam und mich plötzlich mit einer katastrophalen Verkehrslenkung konfrontiert sah. Bereits 2 Kilometer vor dem eigentlichen Einsatzort war wohl im Zuge des eiligen Anrückens mehrerer Feuerwehren nicht mehr an die notwendige weiträumige Absperrung gedacht worden, so dass nicht nur ich, sondern auch zahlreiche andere Fahrzeuge bis an die Einsatzstelle fahren konnten, wo fortan ein Wenden nicht mehr möglich war und die große Anzahl privater PKW die nachrückenden Einsatzfahrzeuge behinderten. Glücklicherweise blieb es bei einem großen Sachschaden, Personen oder Tiere kamen nicht zu schaden.
Dennoch war dies quasi die Initialzündung zum Eintritt in die dortige Freiwillige Feuerwehr getreu dem Motto „Wenn ich ein solches Verkehrschaos verhindern kann, dann mach ich schon mal das Richtige!“
Der Wohnortwechsel nach Norderbrarup brachte mich dann im Jahr 2000 fast automatisch mit der hiesigen Feuerwehr in Kontakt. Ausgangspunkt war nun das alljährliche Laterne laufen der Knüttel-Grundschule, dass seit jeher von der Feuerwehr abgesichert wird. Bereits im Zuge der ersten zögerlichen Kontaktaufnahme meinerseits zu den zukünftigen Kameraden am Grillstand der Feuerwehr in der Schulgarage fiel mir dann der herzliche Umgang miteinander auf. Auch die Tatsache, dass man mit dem Eintritt in die Feuerwehr dann als „Zugezogener“ sofort Kontakt zu vielen Dorfbewohnern bekommt, hat meinen Entschluss nochmals bestärkt.

Nach nun insgesamt 16 Jahren Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr habe ich meinen Entschluss niemals bereut. Obwohl einige Lehrgänge auf Amts- oder Kreisebene doch „ziemlich trocken“ sind, so wird dieser Umstand doch stets durch das immer noch herzliche Miteinander und die ausgeprägte „Kameradschaft“ relativiert. „Wir können uns alle und zu jeder Zeit aufeinander verlassen“ scheint das Motto zu sein. Aber auch der Umgang mit dem diversen technischen Equipment und natürlich die Integration in die sozialen Belange des Dorfes sind weitere Punkte, die mich diese ehrenamtliche Tätigkeit ausüben lassen. Glücklicherweise sind Ernsteinsätze ja selten, so dass man viel mehr miteinander trainiert und redet, als mit Blaulicht und Martinshorn zum Ernstfall auszurücken. Auch das Grillen nach jeder Übung und der Austausch über Neuigkeiten ist zu einem festen Ritual aller geworden.
Bei meiner Arbeit als Diplom-Psychologe frage ich immer wieder jugendliche Patienten „Bist du Mitglied in irgendeinem Verein oder übst du irgendeine ehrenamtliche Tätigkeit aus?“; hierfür werde ich von meinen Arbeitskollegen heimlich belächelt. Auf meine Antwort, dass unsere gesamte Gesellschaft vorwiegend auf dem ehrenamtlichen Engagement des Einzelnen begründet ist, kommt dann häufig keine Antwort mehr. Aber wer meint, dass in jedem noch so kleinen Ort eine Berufsfeuerwehr kommt, wenn’s mal brennt, was soll man dem dann noch erklären...“

 

Jens Moldenhauer
Ich finde, dass die Feuerwehrarbeit, absolut notwendig und sinnvoll ist. Ich bin zwar erst mit Mitte 30 eingetreten, habe es aber bis heute nicht bereut. Je länger ich dabei bin, desto interessanter wird es. Ich kann nur jedem, der schon einmal mit dem Gedanken "Feuerwehr soll ich oder nicht" gespielt hat raten, auch den Schritt zu wagen.

 

Jürgen Golla
In die Feuerwehr bin ich "erst" vor 8 Jahren eingetreten, bin wohl vorher nicht dazu gekommen.
Auf jeden Fall ist in meinen Augen der Brandschutz eines der notwendigsten Dinge in unserem Ort bzw. auf der ganzen Welt. 
Innerhalb unserer guten Kameradschaft kommt auch der Spaß nicht zu kurz. Somit ist für mich die Feuerwehr eine rundum sinnvolle Freizeitgestaltung.

 
Karsten Witt
  • eines der sinnvollsten und dankbarsten Hobbys überhaupt

  • weil ich das Ehrenamt so schätze

  • um Menschen in bestimmten (Not)-Situationen zu helfen

  • es gibt keine bessere Kameradschaft als bei der Feuerwehr

 

Lasse Neve
Ich bin bei der Feuerwehr, weil ich Spaß dran hab und mir die Zusammenarbeit gefällt.

 

Marcel Gäding
Ich habe die Feuerwehr zu fast jedem Anlass bei uns im Dorf gesehen. Ob es nun der Weihnachtsmarkt war, das Dorffest oder sonst eine Veranstaltung in Norderbrarup, immer war die Feuerwehr mit dabei und hat geholfen. Das so wie das Löschen von Bränden hat mich beeindruckt und da ich auch ein Teil dieser Dorfgemeinschaft sein und dem Dorf helfen wollte habe ich mich entschlossen in die Feuerwehr einzutreten.
In der Feuerwehr geblieben bin ich dann auch auf Grund der Kameradschaft die innerhalb der Feuerwehr herrscht. Denn auch wenn ich nicht so oft die Möglichkeit habe bei den Übungen und Aktionen der Wehr mit zu machen, werde ich immer freundlich empfangen und es wird mir ermöglicht weiter ein Teil der Feuerwehr zu bleiben.

 

Micha Rudolph
Ohne ein Miteinander und das Übernehmen von Verantwortung für unsere Mitmenschen kann unsere Gesellschaft nicht funktionieren.  Deshalb helfe ich gern und fühle mich sehr gut dabei!
Ich bin Teil eines eingeschworenen Teams und kann mich jederzeit auf meine
Kameraden/innen zu 100 %  verlassen!

 

Patrick Moldenhauer

Zunächst habe ich mich nicht für die Feuerwehr interessiert. Erst nachdem ich in Norderbrarup sesshaft geworden bin, wurde das Thema für mich relevant. Nachdem ich mehrfach auf eine aktive Mitgliedschaft angesprochen wurde, habe ich mich mit der Thematik auseinander gesetzt und verstanden, worum es eigentlich geht: Kameradschaft, Engagement, Teamgeist, Verantwortungsbewusstsein! Natürlich ist der Dienst in der Feuerwehr eine willkommene Abwechslung zum Büroalltag und Grillwurst mit Bier gefällt Jedermann. Trotzdem nehme ich die Ausbildung sehr ernst und versuche mich sinnvoll und kompetent in meiner Feuerwehr zu platzieren. Ich bin stolz darauf, Feuerwehrmann in Norderbrarup zu sein, denn wir haben tolle Kameraden, tollen Humor und vor allem eine solide Ausbildung - da brennt nichts an!

 
Peter Clausen

um mit ehrenamtlichem Engagement freiwillig und geübt, aber ohne Pflicht zur Professionalität, Dienst am Nächsten leisten zu können und das allgemein hohe Ansehen der Freiwilligen Feuerwehren bei den Bürgern als eine Säule im nationalen Notfall- und Katastrophensystem in kameradschaftlicher Weise zu unterstützen

zur Pflege und Förderung der Kameradschaft und der Dorfgemeinschaft

zur Unterstützung und Erhaltung der örtlichen traditionellen, geselligen Veranstaltungen

 

Rainer Pehl
Wegen dem sehr guten kameradschaftlichen Miteinander und weil ich meine Fähigkeiten in den Dienst einer guten Sache stellen kann, von der ich absolut überzeugt bin!

 

Sven Beyer
Das Tolle ist die Kameradschaft, nicht nur feuerwehrbezogen.
Wichtig ist es auch, etwas Sinnvolles zu tun und den Mitbürgern zu helfen.

 

Wulf Nagelschmidt
Weil es einfach unheimlich viel Spaß bringt in einer tollen Kameradschaft etwas für die Gemeinde zu machen. Und weil jeder etwas zur Sicherheit in der Gemeinde beitragen sollte.

 
Freude an den Mitmenschen - Kameraden beim Tag der offenen Tür im Gerätehaus