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Und
immer waren sie für durch ihre stete Einsatzbereitschaft zum Wohle
der Mitmenschen fester Bestandteil des dörflichen Lebens. Nicht
wegzudenken waren – und sind – die Blauröcke bei der Bekämpfung des
roten Hahnes. Ohne sie fehlte aber auch etwas in der dörflichen
Sozialgemeinschaft.
Neben dem Retten, dem Bergen, dem Löschen und
dem Schützen sollen die gemeinnützigen Einsätze nicht unerwähnt
bleiben, die sich nicht auf Demonstrationseinsätze in der Schule,
Feuerwehrfeste, Fahrradtouren und Beteiligungen an Dorffesten
beschränken.
Gott zur Ehr - dem
nächsten zur Wehr
In unserer modernen, aufgeschlossenen und
technisierten Zeit fragen wir uns allerdings oft, wie in den
Gründerzeiten der Wehren die Brandbekämpfung stattgefunden hat.
Anfangs war schon die kleine Handpumpe ein riesiger Fortschritt gegenüber
dem Wassereimer. Was kann es nun noch Besseres geben, so fragten
sich die Aktiven damals? Es kamen motorisierte Spritzen, zunächst
pferde-, dann aber traktorgezogen.
Die
persönlichen Ausrüstungen beschränkten sich auf Helm und
Gummistiefel – wie froh können wir heute über den technischen Stand
der Ausrüstung sein. Auch hat der passive Brandschutz hat erhebliche
Fortschritte gemacht, so dass ein harmloser Schornsteinbrand nicht
zwingend den Verlust des Anwesens zu Folge hat.
Damals blieb bei größeren Bränden also nur das
Herbeirufen weiterer Wehren zur Nachbarschaftshilfe. So geschah es
auch im Jahr 1904, als in Boelschuby fast das gesamte Dorf in
Flammen stand. Sogar die Brandschützer aus dem entfernten
Norderbrarup wurden herbeigerufen. Das Feuer war irgendwann
erfolgreich bekämpft, die Truppe macht sich müde auf den
Heimweg..... Seinerzeit bestand die Wehr bereits 20 Jahre – eine
gestandene Truppe, eine eingeschworene Gemeinschaft.
Eben besagter Heimweg der Eingreiftruppe
gestaltete sich jedoch schwieriger, als irgendeiner vermuten konnte.
Auf dem Rückweg fanden die Ermüdeten mehrere Gasthäuser vor, die zur
Einkehr einluden. Und so brauchten die eifrigen Wehrmänner vier
Tage, ehe sie wieder die heimischen Schornsteine erblickten. Dieser
Umstand gefiel den daheimgebliebenen Ehefrauen so ganz und gar
nicht, dass sie noch am selben Tage dafür sorgten, dass es keine
Freiwillige Feuerwehr in Norderbrarup mehr gab! So wurde der
Brandschutz über viele Jahre durch eine Zwangswehr gewährleistet,
exakt bis zur Neugründung 1932[vgl.
Artikel "Zeitreise"].
Während viele Nachbarwehren also schon ihr
100-jähriges begehen, feiert Norderbrarup 2007 sein 75-jähriges
Bestehen.
Text: Bernd Wacker
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