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Geschichte |
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Freiwillige Feuerwehr
Norderbrarup
- eine Zeitreise |
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Hans Peter Helm, für die Dorfchronik Norderbrarup- |
Der Ein- und Austritt in die Wehr ist freiwillig.
Was dazwischen liegt, ist Dienst.
Der Dienst wird durch eine Satzung festgelegt.
Die Hauptmerkmale der Feuerwehr lautet Retten, Bergen, Löschen und
Schützen.
Die Alarmierung erfolgt über die Rettungsleitstelle Schleswig –
Telefon 112 -. Die Rettungsleitstelle löst Alarm aus. Weiter geht es
dann über Funkgeräte im 4 m Band. Die Feuerwehrfahrzeuge sind damit
ausgerüstet.
Früher waren innerhalb der Gemeinde mehrere Feuerhörner verteilt.
Wenn ein Brand ausbrach, wurde das Feuerhorn geblasen.
1886 – 1904
Von 1886 bis 1904 gab es in Norderbrarup bereits eine Freiwillige
Feuerwehr.
Am 10. Oktober 1904 brach in Böelschuby ein Großbrand aus. Die
Wehren hatten zu der Zeit noch keine Motorspritzen. Bis die
Handspritzen mit den Pferden zur Brandstelle kamen, verging eine
ganze Weile. So hatte sich das Feuer in der Zwischenzeit gewaltig
ausgebreitet. Laut Aussage von damals teilgenommenen Feuerwehrleuten
(Brix, Böelschuby usw.) dauerte der Brand 3 Tage (Löschen, Essen und
Trinken). Sie sollen in Böel hängen geblieben sein. Laut
Überlieferungen sind die Ehefrauen in Norderbrarup über das lange
Fernbleiben ihrer Männer so erbost gewesen, dass kurz danach die
Freiwillige Feuerwehr Norderbrarup aufgelöst wurde.
So war in der Gemeinde Norderbrarup von 1904 bis 1932 ein Zwangswehr
(Pflichtfeuerwehr). Leider gibt es von dieser Zeit wenige
schriftliche Unterlagen.
1932 - 2001
Am 06.10.1932 wurde die Freiwillige Feuerwehr Norderbrarup in
Ruruplund neu gegründet mit dem Ruf: Nichts geht über Dienst und
Pflicht, Einigkeit macht stark. Hauptmann wurde H. Lund.
Das erste Stiftungsfest fand am 06.10.1933 statt. Eintrittsgeld 0,50
RM, Nichtmitglieder 0,60 RM. Das Fest war ein voller Erfolg. Der
Überschuss aus der Tombola von 18,03 RM wurde der Kasse zugeführt.
Ab 1934 wurden im 3. Reich durch die NSDAP die einzelnen
Gemeindewehren aufgelöst und zu Löschzügen umbenannt. Norderbrarup
war Löschzug I, dann kam Saustrup, Wagersrott usw. Brandmeister war
Fr. Thomsen, Flarup. Er war somit der Gesamtwehrführer. Ab 1937 hat
H. Wölk als Löschzugführer die Wehr geführt.
H. Wölk legte 1949 sein Amt aus persönlichen Gründen nieder.
Von 1949 bis 1950 führte der Stellvertr. Bürgermeister Joh. Hansen
die Wehr. 1950 wurde dann E. Hoff gewählt.
Das alte Spritzenhaus stand als Verlängerung zur Straße an der
Scheune vom Lehrerhaus (jetzt Ruruper Str. 2). Das Gebäude war so
klein, dass nur die damalige Handspritze hineinpasste. An der
Eingangstür waren auswechselbare Namenschilder. Die Inhaber dieser
Namen waren Pferdebesitzer. Wessen Name an dem Tor stand, war beim
nächsten Einsatz verpflichtet, mit seinem Gespann die Handspritze zu
fahren. Am Tor stand noch ein zweiter Name, der musste mit einem
Wagen die Gerätschaften fahren. Nach einem Einsatz oder Nassübung
wurden die Schläuche an einen Mast zum Trocknen aufgezogen.
Am 10. Mai 1943 erhielt die Wehr die erste Motorspritze, 800 l,
Zweitakter mit einem Anhänger. Die alte Handpumpe kam nach
Rurupmühle. Für die neue TS war das Spritzenhaus zu klein. So wurde
beschlossen, für die neue TS in der alten Schulscheune (jetzt
Schulhof) einen Raum abzutrennen.
Die alte Handspritze wurde 1943 nach Rurupmühle gebracht. Sie wurde
in der linken Scheune untergestellt. Es war eine Anweisung von dem
damaligen Bürgermeister H. Lund. Mit der Begründung: Wenn in Rurup
ein Feuer ausbräche, schnell eine Spritze zur Verfügung zu haben.
Die Spritze ist nie zum Einsatz gekommen. Sie geriet in
Vergessenheit. Auf Rurupmühle wechselten die Besitzer. Als bei der
Flurbereinigung alles aufgeteilt und verkauft wurde, war die alte
Handspritze nicht mehr vorhanden. Sie wurde nicht mehr wieder
gefunden.
Die neue TS (Tragkraftspritze) hatte ihre Tücken. Sie sprang nicht
immer an. So hatte der damalige Maschinist Erich Matthiesen immer
eine kleine Flasche mit Feuerzeugbenzin in der Tasche als
Startpilot. Wenn das auch nichts nützte, dann ging es an die Arbeit
für Kamerad Matthiesen, Gerätewart Willy Reimer und Hans Peter Helm
als jungen Feuerwehrmann. Der Zweitakter hatte eine Magnetzündung.
Wenn der Magnet feucht geworden war, musste er ausgebaut werden,
dann kam der Magnet bei Matthiesen in den Backofen zum Trocknen.
Wenn die Zündung trocken war, wurde sie wieder eingebaut, damit die
Feuerwehr wieder einsatzfähig war. Eine Werkstatt wurde nicht in
Anspruch genommen. Dafür war kein Geld vorhanden. Diese Arbeit bis
die TS wieder lief, hat oft bis Mitternacht und länger gedauert.
Nachdem der Ärger mit der TS immer größer wurde, kam der Wunsch auf,
eine neue TS8 zu bekommen. Diesem Wunsch wurde von der Gemeinde 1962
entsprochen. So erhielt die Feuerwehr am 13.04.1962 eine neue TS8
mit VW-Motor. Zur Übergabe und Abnahme war die Lieferfirma und auch
der Kreisbrandmeister Fr. Bartheidel, Schleswig, gekommen. Die
Abnahme fand auf der Hauskoppel von Fam. Hoff statt. Alle vom
Vorstand mussten einmal die Spritze andrehen. Zur Zufriedenheit vom
KBM und zur Freude des Vorstandes sprang sie sofort an. Anschließend
waren alle zu einem Imbiss in Kraacks Gasthof geladen.
Jetzt war eigentlich bei der Freiwilligen Feuerwehr alles in
Ordnung. Die TS8 sprang an, die Feuerwehr hatte einen Anhänger, der
von einem 50 PS Schlepper von dem Bauern H.-A. Schmidt-Holländer zum
Einsatz gezogen wurde.
Dann kam das nächste Problem auf. Die alte Schulscheune, in der die
Spritze untergestellt war, sollte abgerissen werden. Nach längerer
Standortsuche wurde auf dem Grundstück von Hoff in der Flaruper
Straße das heute noch stehende Gerätehaus gebaut und am 13.04.1962
an die Feuerwehr übergeben.
So verliefen die nächsten Jahre der Freiwilligen Feuerwehr ohne
besondere Ereignisse. Alte Kameraden gingen und junge rückten nach.
Da in der öffentlichen Welt die Technisierung immer weiter voran
schritt, wurde der Wunsch nach Modernerem auch immer lauter. So
wurde
an die Gemeinde einen Antrag auf ein neues Feuerwehrfahrzeug (TSF)
gestellt. Der damalige Bürgermeister W. Boller stand der Sache
positiv gegenüber. Vom Vorstand haben wir dann in Böel und in
Havetoft, die schon ein Fahrzeug hatten, diese besichtigt. Diese
Fahrzeuge waren von ortsansässigen Handwerkern innerlich ausgebaut
worden. Die Ausstattung gefiel uns aber nicht. So haben wir bei der
Fa. Meißner, Rendsburg, ein voll ausgebautes Fahrzeug von Ford
bestellt. Das Fahrzeug wurde am 29.11.1971 von der Gemeinde an die
Feuerwehr übergeben. Am 26.10.1971 wurde das neue Fahrzeug vor der
Schule von 17.00 bis 18.00 Uhr der Öffentlichkeit vorgestellt. Von
dem Interesse der Norderbraruper waren wir enttäuscht. Es kamen nur
2 Einwohner um das Fahrzeug zu besichtigen.
Die Technisierung ging weiter. So erhielten wir am 24.06.1978 zwei
2mBand Funkgeräte. Diese beiden Funkgeräte haben uns in dem darauf
folgenden Schneewinter große Dienste geleistet.
Wo doch der Strom ausgefallen war und die Telefone zum großen Teil
abgeschaltet waren, konnten wir über Funk innerhalb des Amtes mit
den Nachbarwehren und der Führung gute Verbindung halten. |
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Auszüge aus den Protokollbüchern: |
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Norderbrarup, 14.09.1933
Es wurde ein Mast beim Spritzenhaus zum Trocknen der Schläuche
aufgestellt.
Die alte Spritzenleiter wurde versteigert. Für 1,10 RM erhielt
Walter Scholz den Zuschlag.
Kamerad Henningsen lieferte von den 8,00 RM Reisekosten – Spesen vom
Kreisfeuerwehrtag in Friedrichstadt – wieder 0,90 RM ab.
Beide Beträge wurden der Kasse zugeführt.
Ruruplund, 10.09.1934
Zu Spät kommen zum Dienst kostet 0,25 RM
Nicht erscheinen zum Dienst kostet 0,50 RM
Ruruplund, 10.09.1934
Zwecks Anschaffung einer Motorspritze wurde beschlossen, einen
Antrag an die 3 Versicherungen über einen Betrag von 1.435,00 RM zu
stellen.
Bei der Gemeinde soll der restliche Betrag in Höhe von 800 RM
beantragt werden.
Norderbrarup, 13.04.1962
Die Freiwillige Feuerwehr Norderbrarup erhielt eine neue TS.8/8 mit
VW Motor.
Preis: 3.800,00 DM.
Norderbrarup, 23.05.1964
Nach Abriss der alten Schulscheune, erhält die Freiwillige Feuerwehr
ein neues Feuerwehrgerätehaus. Es steht noch heute auf dem früheren
Grundstück der Familie Hoff.
Norderbrarup, 1965
Die Freiwillige Feuerwehr Norderbrarup erhält die Leistungsplakette
in Bronze.
Norderbrarup, 1971
Übergabe des Neuen TSF
Norderbrarup, 1998
Übergabe des TSF/W mit Neuer TS 8/8 und Einweihung des Neuen
Feuerwehrgerätehauses
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Statistiken |
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Wehrführer der F.F. Norderbrarup /
Brandwehr Norderbrarup |
| Wehrführer |
Zeitraum |
| 1. Peter Wohlsen
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1886 – 1904 |
| nicht bekannt |
1904 – 1912 |
| 2. Peter H. Clementsen
Brandmeister der Brandwehr Norderbrarup |
1912 – 1920 |
| 3. Adolf Lorenzen
Brandmeister der Brandwehr Norderbrarup |
1920 – 1932 |
| 4. Herrmann Lund
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1932 – 1936 |
| 5. Herrmann Wölk
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1937 – 1949 |
| 6. Joh. Hansen
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Siehe Stv. Wehrführer
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| 7. Erich Hoff |
1950 – 1966 |
| 8. Hans Hansen |
1966 – 1972 |
| 9. Hans Peter Helm
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1972 – 1989 |
| 10. Karl Heinz Stöcken
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1989 – 1995 |
| 11. Bruno Heller
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1995 - |
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Stv. Wehrführer der F.F. Norderbrarup |
| nicht bekannt |
1886 – 1949 |
| 1. Johannes Hansen |
1949 – 1950 |
| 2. Hans Hansen |
1950 – 1966 |
| 3. Hans Peter Helm |
1966 - 1972 |
| 4. Heinz Boldt |
1972 – 1989 |
| 5. Hartmud Wohlsen |
1989 – 1995 |
| 6. Uwe Petersen |
1995 - |
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Brandeinsätze der Feuerwehr Norderbrarup
bis 1988 |
Januar 1853 Friedrich Ohlsen Ruruplund
Mai 1859 Christian Jensen Rurupfeld
Herbst 1865 August Schmidt Rurupfeld
Sommer 1892 Wohnhaus v. Schneider Scheel Norderbrarup
Oktober 1897 Durchfahrt u. Scheune Gastwirtschaft Hansen Nbr.
April1902 Tagelöhnerhaus Schmidt-Holländer Nbr.
25.01.1903 Wohnhaus d. Arbeiters Rudolpf Schmidt Ruruplund
Herbst 1904 Gebäude d. Dorfes Böelschuby
27.12.1909 Teil d. Wirtschaftgebäude Julius Nissen Königswiese
September 1912 Scheune d. Bierbrauers Detlev Löeck
11.07. 1915 Wohnhaus d. Tischlers Möller Nbr.
Großbrand Schmidt-Holländer, Saustrup
Großbrand Laß, Flarup
08.11.1976 Wirtschaftsgebäude Horst Hoff, Norderbrarup
04.02.1977 Wirtschaftsgebäude G. Hansen, Gangerschild
30.04.1983 Wirtschaftsgebäude Kurt Hansen, Gangerschild
1985 Silo Brand Bezugsverein Süderbrarup und 3 Kleinbrände
1988 Wirtschaftgebäude bei Vollertsen, Lerchenfeld und Egel,RüggeH.
WohlsenChristophersen, Flarup |
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TERMINE |
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Übung
Do.24.05, 19.30 Uhr
Bustour
So.03.06, 05.45 Uhr
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