In diesem Bereich haben wir einige Tipps und Links zu
Ihrer Sicherheit aus den verschiedensten Bereichen des
Feuerwehrwesens bereitgestellt.
Blaulicht und Martinshorn -
was tun?
Wie begegne ich
Einsatzfahrzeugen richtig? Infos gibt es in
dieser Broschüre.
Mit freundlicher Genehmigung des ADAC
Niedersachsen/Sachsen-Anhalt. Vielen Dank.
Brandschutz
Betrachten Sie unsere
Kategorie „Brandschutz“. Dort
gibt es Informationen zur Auswahl von Hilfsmitteln, die in
keinen Haushalt fehlen sollten. Weitere Themen: Das Verhalten
im Brandfall, Brandschutzerziehung von Kindern und Links zum
richtigen Umgang mit dem Feuerlöscher.
Eingefrorene Wasserleitung
Die eingefrorene Wasserleitung
ist eine häufige Brandursache in Deutschland. Allerdings nur
durch Sekundäreffekte, denn oft wird versucht die Leitungen
mit Lötlampen/Gasbrennern aufzutauen. Dabei geraten schnell
Isoliermaterialien in Brand. Von daher sollten Wasserleitungen
in unbeheizten Räumen abgestellt werden. Heizkörper sollten im
Winter zumindest in Frostschutzstellung betrieben werden.
Falls die Leitung doch einfriert, kann sie mit einem
Heizlüfter oder Haartrockner aufgetaut werden.
Erste Hilfe
Ein Erste
Hilfe Kurs sollte regelmäßig besucht werden, denn die Hilfe
ist nicht nur eine sittliche sondern auch eine rechtliche
Pflicht. Wer seine Kenntnisse zwischendurch etwas auffrischen
möchte, findet ausführliche Informationen
online beim Deutschen Roten Kreuz. Die Kameraden der
Norderbraruper Feuerwehr nehmen regelmäßig an
Erste-Hilfe-Kursen teil und laden einmal jährlich einen
DRK-Mitarbeiter zum Auffrischungstraining ein.
Fettbrand
Das Wichtigste ist: Fettbrände niemals mit Wasser
löschen und keine Gefäße mit Wasser in der Nähe der Fettpfanne
lagern. Ansonsten kommt es zur Fettexplosion, weil das brennende
Fett durch die Gegend geschleudert wird. Das einzig wirksame
Löschmittel ist ein Feuerlöscher der Brandklasse F. Alternativ
kann man versuchen den Brand zu ersticken. Da selbst Löschdecken
bei der hohen Hitzeentwicklung leicht durchbrennen können,
empfiehlt sich die Verwendung eines Deckels. Mehr Infos dazu
gibt es in diesem Youtube-Video des Institut für
Schadenverhütung und Schadenforschung aus Kiel.
Gasgeruch
Erdgas riecht man bereits,
wenn nur kleine Mengen austreten. Also keine Panik, sondern
richtig reagieren:
1. Feuer vermeiden (nicht rauchen), keine elektrischen Geräte
schalten.
2. Alle Fenster öffnen
3. Hauptgashahn schließen
4. Alle Bewohner des Hauses warnen (Wichtig: Nicht klingeln,
sondern klopfen!)
5. Gasversorger (i.d.R. Eon Hanse) über ein Telefon außerhalb
des Hauses benachrichtigen.
(Eon Hanse: 0180 - 140 44 44 (24 Std. erreichbar)
Notieren Sie diese Nummer in der Nähe Ihrer Heizung.
Grillen
Jährlich ereignen sich allein
in Deutschland über 4000 Grillunfälle. Beachten Sie deswegen
folgende Grillregeln:
- Verwenden Sie
keine Brandbeschleuniger wie Spiritus, Benzin, Petroleum oder
Öl, um Stichflammen zu vermeiden. Verwenden Sie
Grillanzünder, um die Kohle zum Glühen zu bringen.
- Halten Sie Kinder vom Grill fern und lassen Sie den Grill
niemals ohne Aufsicht.
- Stellen Sie den Grill kippsicher in windgeschützter Umgebung
auf und achten Sie auf ausreichende Entfernung zu Haus,
Büschen und anderen Gegenständen.
- Löschen Sie das Grillfeuer sorgfältig, denn die unter der
Asche versteckte Glut kann noch lange heiß sein. Auch während
des Grillens sollte ein Eimer Wasser für den Notfall
bereitstehen.
Hydrant
Halten Sie Ihre Hydranten
bitte im Winter frei von Schnee und Eis,
so dass sie im Einsatzfall schnell zugänglich sind. Im letzten
Winter mussten wir erleben, wie zeitaufwendig sich die
Freilegung und Inbetriebnahme eines eingefrorenen Hydranten
gestalten kann. Achten Sie bitte auch verstärkt auf die
Unterflur-Hydranten, so dass keine Fahrzeugführer diese durch die
Schneedecke übersehen und zuparken. Zu erkennen sind die
Unterflurhydranten am weißen Schild mit rotem Rand, das auf
die genaue Position hinweist.
Kamin / Ofen /
Schornsteinbrand
Grundsätzlich sollte in der
Nähe eines Kamins ein Rauchmelder vorhanden sein, falls es zu
Problemen mit dem Abzug kommt. Die Anlage ist immer sauber zu
halten; Brennraum, Rauchgaszüge und das Rauchrohr sind
regelmäßig und gründlich zu reinigen. Im Umfeld des Kamins
sollten keine brennbaren Gegenstände stehen.
Falls es zu einem Schornsteinbrand kommt, rufen Sie die
Feuerwehr über den Notruf 112. Die Wehr wird Ihren Schornstein
i.d.R. ausbrennen lassen; jedoch wird eine Wasserversorgung
bereitgestellt, um im Falle eines Übergreifens des Brandes
z.B. in die Zwischendecke sofort reagieren zu können. Außerdem
wird der Bezirksschornsteinfeger benachrichtigt, der den
Schornstein anschließend reinigt. Bei Fragen zu dem Thema
steht der
Bezirksschornsteinfeger Barth jederzeit gerne zur Verfügung.
Mobiltelefon
1. Nutzung für Notrufe
Auch mit dem Handy kann man die Notrufnummer 112 europaweit
anwählen. Seit dem 1.7.2009 ist der Notruf
allerdings nur noch mit aktiver Sim-Karte möglich, um
Missbrauch zu vermeiden. Man kann sich also das alte Handy
ohne Simkarte nicht mehr für den Notfall ins Auto legen.
2. Handyortung
Ebenfalls seit Mitte 2009 ist die Leitstelle befugt, eine
Handyortung durchzuführen, wenn Sie im Notfall nicht wissen,
wo Sie sich gerade befinden. Eine Registrierung bei der
Steiger-Stiftung (damals von uns empfohlen) ist dafür nicht
mehr erforderlich.
3. Personenbenachrichtigung im Notfall
(und Identifizierung)
Das international anerkannte Pseudo ist: ICE (= In Case of
Emergency).
Unter diesem Namen sollte die Person im Telefonbuch
abgespeichert werden, welche im Notfall durch Polizei oder
Rettungsdienstpersonal anzurufen ist. Bei mehreren Personen
verwendet man ICE1, ICE2, ICE3 usw.
Beispiel:
Name/Kontakteintrag: ICE1 John
Tel.: +49 171 000000
Name/Kontakteintrag: ICE2 Paul
Tel.: +49 172 111111
Nur 18% der Deutschen wissen
es: Der Notruf 112 gilt europaweit für Feuerwehr,
Rettungsdienst UND Polizei. Überall gibt es zusätzliche
Nummern (z.B. die 110 für die Polizei in Deutschland).
Trotzdem kann man die Polizei stattdessen auch über
die 112 alarmieren - der Anruf wird dann weitergeleitet. Selbst in England funktioniert neben der
weltberühmten 999 auch die 112!
Nach dem Notruf melden Sie sich
mit dem bekannten 5 W-Fragen:
Wo ist etwas geschehen? Was ist geschehen? Wie viele Personen sind betroffen? Welche Art der Erkrankung/Verletzung liegt vor? Warten auf Rückfragen!
Die Frage „Wer ruft an?“
ist für den Notruf nicht von großer Bedeutung. Evtl. wird man
sich bei den Rückfragen aber nach Ihrem Namen und nach der
Rückrufnummer erkundigen, um später Kontakt aufzunehmen, z.B.
falls die Retter die Unglückstelle nicht auffinden können.
Darüber hinaus sollte beim
Notruf auch auf Besonderheiten aufmerksam gemacht werden (z.B.
Feuer, Auslaufen von Flüssigkeiten oder eingeklemmte Personen,
Vergiftungen (evtl. eingenommene Substanz)). Bei
Verkehrsunfällen mit Gefahrguttransporten sollte auf die
orangefarbige Warntafeln und eventuell auf den Tafeln
vorhandene Kennzahlen hingewiesen werden.
Das Gespräch wird IMMER von der
Leitstelle beendet und ist in jedem Fall kostenlos (auch vom
Handy).
Rauchmelder
Es besteht eine
Nachrüstpflicht von Rauchmeldern in ALLEN Wohnungen ab dem
1.1.2011.
Für den Mindestschutz sind die Geräte in Schlaf- und
Kinderzimmern, sowie in Fluren, die als Rettungswege dienen,
anzubringen.
Kontrolliert wird die Anbringung zwar nicht, jedoch haben Sie
im Schadensfall keinen oder einen verminderten
Versicherungsschutz, falls die Versicherung das Fehlen der
Geräte nachweisen kann.
Eigentlich sollten die günstigen Helfer aber schon aus
Eigeninteresse nachgerüstet werden: Weil bei Menschen im
Schlaf der Geruchssinn ausgeschaltet ist, ersticken die
meisten Brandopfer durch den Rauch, bevor sie durch das
Knistern der Flammen aufwachen und fliehen können.
Achten Sie beim Kauf auf das VdS-Prüfzeichen. Der gute
Rauchmelder sollte eine Batterielebensdauer von mindestens
fünf Jahren haben, einen Testknopf zur Funktionsprüfung
vorweisen und durch z.B. Piepen oder Blinken auf eine leere
Batterie aufmerksam machen können.
Rettungskarte
Moderne Technik bietet mehr
Sicherheit, erschwert aber teilweise die rasche Befreiung der
Insassen. Wo an der Karosserie Spreizer und Schere anzusetzen
sind, welche Vorsichtsmaßnahmen nötig sind, um Airbags nicht
nachträglich auszulösen, ist den Einsatzkräften nicht immer
bekannt. Für schnellere Rettung sorgt nun die vom ADAC
eingeführte und als Standard geforderte Rettungskarte. Drucken
Sie sich Ihre Rettungskarte aus und platzieren Sie sie unter
der Sonnenblende. Die Rettungskarten fast aller
Fahrzeughersteller finden Sie
hier.
Silvester
Der Deutsche Feuerwehrverband
gibt folgende acht Tipps für eine möglichst sichere
Silvesterfeier:
•Feuerwerkskörper und Raketen sind „Sprengstoff“. Lassen Sie
Jugendliche unter 18 Jahren nicht damit hantieren.
•Beachten Sie unbedingt die Gebrauchshinweise der Hersteller.
Mit wenigen Ausnahmen ist eine Verwendung von Feuerwerk in
geschlossenen Räumen verboten.
•Zünden Sie Feuerwerkskörper nur dort, wo dies auch erlaubt
ist. Das Abbrennen der Böller in unmittelbarer Nähe von
Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen ist
untersagt. Zudem gilt dieses Verbot auch für Fachwerk- und
Reetdachhäuser. Beachten Sie örtliche Regelungen!
•Nehmen Sie nach dem Anzünden einen ausreichenden
Sicherheitsabstand ein. Werfen Sie Feuerwerkskörper und
Raketen nicht blindlings weg – und zielen Sie niemals auf
Menschen. Zünden Sie nicht gezündete Feuerwerkskörper
(Blindgänger) niemals noch einmal.
•Stellen Sie auf keinen Fall Feuerwerkskörper selbst her.
Hierbei kann es zu schwersten Verletzungen kommen!
•Bewahren Sie Feuerwerkskörper so auf, dass keine
Selbstentzündung möglich ist. Tragen Sie Feuerwerk niemals am
Körper, etwa in Jacken- oder Hosentaschen.
•Schützen Sie Ihre Wohnung in der Silvesternacht vor
Brandgefahren. Entfernen Sie Möbel, Hausrat und andere
brennbare Gegenstände von Balkonen und Terrassen. Halten Sie
Fenster und Türen geschlossen.
•Wählen Sie bei einem Brand oder Unfall sofort den Notruf 112.
Nur eine schnelle Meldung bietet Gewähr für effektive Hilfe.
Quelle: Deutscher Feuerwehrverband
Waldbrand
Nur durch den
verantwortungsvollen Umgang mit der Natur lassen sich
Waldbrände vermeiden. Bitte beachten Sie die Sicherheitstipps
der Feuerwehr für Natur und Grillvergnügen:
- Beachten Sie das absolute Verbot für offenes Feuer in
Wäldern; dies gilt auch für Grillfeuer – fragen Sie nach
ausgewiesenen Grillplätzen.
- Ebenso ist es verboten, in den Wäldern zu rauchen.
- Werfen Sie keine brennenden Zigaretten aus dem Autofenster.
- Benutzen Sie nur ausgewiesene Parkplätze beim Ausflug in die
Natur. Grasflächen unter Fahrzeugen können sich durch heiße
Katalysatoren entzünden.
- Halten Sie die Zufahrten zu Wäldern, Mooren und Heideflächen
frei – sie sind wichtige Rettungswege. Beachten Sie unbedingt
Park- und Halteverbote.
- In einigen Gebieten ist der Zugang zu Waldgebieten untersagt
– bitte folgen Sie diesem Verbot.
- Melden Sie Brände oder Rauchentwicklungen sofort über Notruf
112. Verhindern Sie Entstehungsbrände, unternehmen Sie
Löschversuche, wenn Sie sich dabei nicht selbst in Gefahr
bringen, und rufen Sie in jedem Fall die Feuerwehr zur
Nachkontrolle.
Quelle: Deutscher Feuerwehrverband
Weihnachten
- Stellen Sie Ihren Weihnachtsbaum so auf, dass er sicher und
in ausreichender Entfernung zu brennbaren Gegenständen steht.
- Bringen Sie Kerzen am Weihnachtsbaum so an, dass zu darüber
liegenden Zweigen genug Abstand bleibt, und zünden Sie die
Kerzen stets von hinten nach vorn und von oben nach unten an.
Verfahren Sie beim Löschen in umgekehrter Reihenfolge.
- Brennen Sie Wunderkerzen nie in unmittelbarer Nähe zum
Weihnachtsbaum ab, und entfernen Sie glühende Reste
sorgfältig.
- Stellen Sie Kerzen stets auf eine nicht brennbare Unterlage,
fern von allen brennbaren Gegenständen.
- Bewahren Sie Feuerzeuge und Zündhölzer stets außer
Reichweite von Kindern auf.
- Brennen Sie Kerzen nie unbeaufsichtigt ab.
- Adventskränze und Weihnachtsbäume trocknen mit der Zeit aus
und sind dann um so leichter entflammbar. Das trockene Reisig
brennt mit hoher Geschwindigkeit und Temperatur ab, eine
Ausbreitung auf das ganze Zimmer oder die Wohnung ist deshalb
stets möglich. Halten Sie aus diesem Grund einen Eimer oder
eine Bodenvase mit Wasser bereit.
- In Haushalten mit Kindern sind elektrische Kerzen ratsam.
Diese sollten den VDE-Bestimmungen entsprechen.
- Auch bei der Zubereitung eines Festessens kann einmal etwas
schief gehen. Bedenken Sie, dass brennendes Fett in Pfanne
oder Fritteuse nie mit Wasser gelöscht werden darf.
Spritzendes Fett ist höchst gefährlich! Legen Sie im Falle
eines Falles den Deckel auf Topf oder Pfanne, und nehmen Sie
das Behältnis von der Herdplatte. Ein fest sitzender Deckel
erstickt das Feuer, die Flamme erlischt.
Im Falle eines Brandes:
- Wählen Sie bei einem Brand oder Unfall sofort den Notruf
112. Nur eine schnelle Meldung bietet Gewähr für effektive
Hilfe.
- Seien Sie vorsichtig bei eigenen Löschversuchen.
- Schließen Sie Fenster und Türen, stoppen Sie so die
Brandausbreitung.
- Warnen Sie Ihre Mitbewohner.
Diese Insekten
reagieren nur aggressiv, wenn Sie sich bedroht fühlen.
Verhalten Sie sich also ruhig und vermeiden Sie hektische
Bewegungen. Sobald der erste Frost kommt, gehen die Wespen ein
und Sie können das Nest entfernen. Säubern Sie die Stelle gut,
denn Wespen orientieren sich am Geruch und könnten sich sonst
im nächsten Jahr wieder an der gleichen Stelle ansiedeln.
Sollte das Nest unmittelbar am Haus sitzen und eine Gefahr
darstellen, wenden Sie sich an den Wehrführer. Es wird dann
ein Experte der Feuerwehr Mohrkirch zu Rate gezogen, der die
Lage begutachtet und das Nest umsiedeln bzw. entfernen wird.