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Anlässlich des 75-jährigen Bestehens feierte die Freiwillige
Feuerwehr Norderbrarup vom 13.6 bis zum 17.6 2007 ein
unvergessliches Jubiläum, das in diesem Jahr die
Norderbraruper Dorfwoche prägen sollte oder sollte man lieber
sagen: “Das Norderbrarup in diesem Jahr prägen sollte?“
Die Spannung war groß, bei den Kameraden und deren
hilfsbereiten Frauen, als am Freitag die über zweijährige
Vorbereitungsphase endete. War an alles gedacht? Ließen sich
die zahlreichen Details tatsächlich in die Praxis umsetzten?
Kommen genügend Gäste und hat sich die Mühe gelohnt?
Um es kurz vorwegzunehmen: Das Fest hat wohl alle
Erwartungen bei weitem übertroffen, aber lassen Sie uns noch
einmal ganz am Anfang beginnen und diese Juniwoche noch einmal
Revue passieren lassen.
Inhalt:
Mittwoch, 13.6.2007, 14.30 – Auftakt im Gemeindehaus
Freitag,
15.6.2007, 19.00 – Bezirksübung
Samstag, 16.6.2007, 20.00 – Jubiläumsfestball mit den
Krumbacher Musikanten
Sonntag, 17.6.2007, 10.00 – Umzug, Gottesdienst und
Frühschoppen
Video: Highlights
des Jubiläums
--> Bilder der Jubiläumsveranstaltungen

Gruppenfoto zum 75- jährigen Jubiläum (Bild: Micha Rudolph)
Mittwoch, 13.6.2007, 14.30 – Auftakt im Gemeindehaus
Schon seit zwei Tagen weht jetzt die Festbeflaggung an fast
jeder Straßenlaterne in Norderbrarup. Auf der stillgelegten
Straße zum Dorfplatz herrscht reger Durchgangsverkehr und über
den Knick ragt bereits ein riesiges weißes Zelt hervor.
Im Gemeindehaus Norderbrarup waren fast alle Stühle besetzt an
diesem Mittwoch Nachmittag . Das lag nach Ansicht von Pastorin Singhofen wohl daran, dass
sich bei dem sonst überwiegend von Frauen besuchten
Gemeindenachmittag diesmal zusätzlich eine große Gruppe von
Männern eingefunden hatte, die erwartungsvoll an ihrem Kaffee
nippen. Sie alle hatten in ihren Briefkästen die
Jubiläumsfestschrift der Feuerwehr gefunden und danach wohl
schon geahnt, dass in den nächsten Tagen in Norderbrarup etwas
ganz besonderes passieren würde.
Den Auftakt dieser Veranstaltungen machte Bruno Heller am
Mittwoch, als er den Zuhörern eine Beamershow präsentierte.
Außerdem wurde auf die technische Entwicklung eingegangen und
Fotos von gestern und heute gezeigt. Erschrocken bzw.
begeistert waren die Zuschauer auch von den Filmen:
„Der Brand der Saustruper Mühle“ (Ein Streifen der
Norderbraruper Filmgruppe aus den 70er Jahren) zeigte, wie wichtig die
ehrenamtliche Arbeit der Feuerwehrmänner schon immer gewesen
ist.
Für große Freude sorgte wieder der Film „NDR Sportschau von
1976“, auf dem jeder alte Freunde aus Norderbrarup
wiedererkannte. Am Ende verließen die Zuschauer die
kurzweilige Veranstaltung in der Annahme, der ganze Nachmittag
habe nur eine Minute und 69 Sekunden gedauert.
Parallel zu dieser Präsentation fanden im Dorf die Schulveranstaltungen
„Kinderflohmarkt“ und Fußball "Schüler gegen Mütter" statt. -->
Bilder der Jubiläumsveranstaltungen
Freitag, 15.6.2007, 19.00 – Bezirksübung
Als Jubiläumswehr ist es selbstverständlich auch die
Bezirksübung im eigenen Dorf auszurichten. Petrus hatte zwar
angekündigt, dass mit seiner Laune in jenen Tagen nicht zu
spaßen sei – trotzdem blieben die Feuerwehrveranstaltungen
immer wenn es drauf ankam vom Regen verschont, so dass die 6
Feuerwehren aus dem Bezirk Norderbrarup von ca. 250
interessierten Zuschauern auf dem Dorfplatz empfangen wurden.
Wir alle haben uns über diese große Resonanz gefreut und
ließen die Gäste im wahrsten Sinne des Wortes nicht im Regen
stehen: Der Mohrkircher Kamerad Norbert Wacker kommentierte
die Übung in seiner witzig-lockeren Art mit einem Megafon. Er
stellte die Fahrzeuge vor und führte die Zuschauer zu den
Kernpunkten der Übung.
Als Brandobjekt wählten wir den Schmidt-Holländer Hof in der
Ruruper Straße aus, auf dem unter anderem ein Reifenhandel beheimatet ist.
Unter Atemschutz mussten zwei verletzte Personen (vielen Dank
an die mutigen Mädchen der Krumbacher Musikkapelle, die die
Verletzten spielten) aus der
Autowerkstatt gerettet werden. Da ein Mitglied der
Atemschutztrupps sich bei dieser Aufgabe „Verletzungen“ zuzog,
mussten sofort zwei weitere Rettungstrupps in das vernebelte
Gebäude.
Die Wehren bewiesen dabei ein exzellentes Zusammenspiel unter
Berücksichtigung, dass die Menschenrettung bei jedem Einsatz
absolute Priorität hat.
Die anderen Wehren stellten mehrere Wasserversorgungen her,
löschten das Brandobjekt und schützten die vielen umliegenden
Gebäude. Eindrucksvoll stellte die Rügger Wehr die Vorteile
einer Treckerwehr und deren Bedeutsamkeit im Bezirk unter
Beweis. Jeder Gast konnte sich gut vorstellen, dass es bei
nassem Gelände mit einem TSF nicht möglich gewesen wäre, das
gesamte Equipment inklusive der Spritze so schnell quer über
die Äcker zu befördern und eine Wasserversorgung herzustellen.
I m Anschluss an die Übung folgten die Kameraden und auch eine
große Zahl der Zuschauer der Einladung ins Festzelt, wo eine
Gulaschsuppe serviert wurde und man die Möglichkeit hatte, den
Klängen des Amtsfeuerwehrmusikzuges zu lauschen.
Zahlreiche Ehrengäste überbrachten Glückwünsche und Geschenke
zum Feuerwehrjubiläum. Stellvertretend für die
Gemeindevertretung überreichte Bürgermeister Gramm für die
Kameraden einen Satz neue T-Shirts sowie Aufnäher und
Aufkleber mit dem neuen Dorfwappen für die Dienstkleidung der
Wehr.
Kreisbrandmeister Walter Behrens überbrachte einen Ehrenteller
für den neuen Schulungsraum und lobte die Arbeit der
Kameraden. Er rief die Frauen auf, sich auch in der Feuerwehr
zu engagieren, denn die seinen ja bekanntlich „Katastrophen
gewöhnt.“
Nach den Reden überraschte die eigens dafür gegründete
Theatergruppe der Freiwilligen Feuerwehr Norderbrarup mit
einigen Sketchen rund um Norderbrarup und unsere Feuerwehr.
Für die Sketche danken wir unserem Regisseur Bernd Braas, der
sich viele Abende Zeit genommen hat, um die Stücke in der „Backstuuv“
mit uns einzustudieren.
Das Fest ging, wie alle Veranstaltungen an diesem Wochenende
auch, bis in die frühen Morgenstunden.
--> Bilder der Jubiläumsveranstaltungen

Die
Krumbacher Musikanten - Unsere Jubiläumskapelle
Samstag, 16.6.2007, 20.00 – Jubiläumsfestball mit den
Krumbacher Musikanten
Wenn man berichten soll, was an jenem Samstag in Norderbrarup
geschah, ist dies eine sehr schwierige Aufgabe. Um 14.00 Uhr
sicherten wir wie immer den Umzug der Kindergilde ab.
Was aber an dem Abend passierte ist schlichtweg
unbeschreiblich – man muss es einfach selbst erlebt haben,
denn an dieser Stelle stoßen Text und Bilder an ihre Grenzen,
erstaunlicherweise hilft uns hier nicht einmal das Video. Die
45 Musikerinnen und Musiker vom Musikverein Krumbach am
Bodensee machten das Fest zu dem, was es war, nicht nur auf
der Bühne, wo sie eine nie da gewesene Stimmung im Dorf
erzeugten, sondern auch abseits der Bühne, wo sicherlich eine
ganz besondere Freundschaft zwischen den Musikern und den
Feuerwehrkameraden entstand. Bereits jetzt ist ein Ausflug der
Feuerwehr zum Krumbacher Pfingstfest im Gespräch.
Nach der 27-sekündigen Einführungsrede von Wehrführer Bruno
Heller spielte die Kapelle von 20.00 Uhr bis 2.00 Uhr durch,
die einzige Unterbrechung kam von der Feuerwehrtheatergruppe,
die wieder einige Sketche zum besten gaben.
Die Krumbacher standen auf den Tischen, spielten gegenseitig
die Instrumente des anderen, tanzten, lachten und das Publikum
war total begeistert. Der einzige Zweck der vielen Tische und
Bänke bestand im Grunde genommen nur darin sich drauf zu
stellen und zu feiern.
Doch auch bei dem besten Fest gibt es für uns als Veranstalter
auch etwas zu lernen: Viele Gäste kritisierten den abrupten
und vorher nicht angekündigten Festabbruch um 3.00 – leider
hatten wir länger keine Genehmigung.
Während einige der über 320 Besucher nach Hause gingen, waren
den Fantasien der Bodenseer keine Grenzen gesetzt. Sie zogen
kurzerhand mit der restlichen Festgemeinschaft in die
Backstube um, wo das Fest so lange weiter gefeiert wurde, bis
man morgens zum Dorfumzug und Festgottesdienst aufbrechen
musste. An dieser Stelle sei den Bodenseern noch einmal ganz
herzlich gedankt: „Ihr wart das Fest, ihr seid der Gipfel der
Norderbraruper Dorffestgeschichte.“ So etwas haben wir noch
nicht erlebt. --> Bilder der
Jubiläumsveranstaltungen
Sonntag, 17.6.2007, 10.00 – Umzug, Gottesdienst und
Frühschoppen
Wie bereits erwähnt, ging die Veranstaltung vom Samstag,
zumindest für einige, nahtlos in den nächsten Programmpunkt
über. Mehr oder weniger pünktlich trafen Musiker und
Feuerwehrkameraden am Norderbraruper Gerätehaus ein, um sich
für einen Dorfumzug zu formieren. Die Route führte zunächst
zum Pastorat, wo wir Pastorin Renate Singhofen abholten um
dann gemeinsam ins Festzelt zu ziehen, wo unser
Jubiläumsgottesdienst stattfinden sollte.
Die Krumbacher Musikanten nahmen am Gottesdienst teil und
begleiteten ihn musikalisch. Die evangelischen Kirchenlieder
wurden vorher extra erlernt und stellten für die Musiker kein
Problem dar. Wer Ökumene sucht, braucht also nicht mehr weit
nach Berlin zu reisen –
Ökumene findet man bei der Feuerwehr
in Norderbrarup! Frau Singhofen hielt den Gottesdienst in
einer sehr lockeren Art und ging in der Predigt auf den
heiligen Florian und die große Bedeutung der ehreamtlichen
Feuerwehrarbeit in der heutigen Gesellschaft ein.
Nach dem Gottesdienst machte die Kapelle genau an der Stelle
weiter, wo sie in der letzten Nacht aufgehört hatte. Während die
Zuschauer den Frühschoppen genießen konnten, begeisterte die
Kapelle wiederholt mit einem dreistündigen Programm inklusive
Tischspaziergang.
Neben dem Zelt konnte man die Autos und Motorräder der
Oldtimerfreunde Angeln und von einem Dänischen Oldtimerklub
besichtigen.Leider ging dieser Programmpunkt durch den Regen
etwas unter.
In seiner Abschlussansprache brachte Wehrführer Bruno Heller
den Verlauf des Jubiläums auf den Punkt: „Das war so schön,
eigentlich müsste man eine Runde heulen.“
Nach diesem makellosen Fest möchten wir uns bei allen
bedanken, die uns dabei geholfen haben, selbiges auf die Beine
zu stellen. Besonderer Dank gilt dabei den Krumbacher
Musikanten, den Feuerwehrfrauen für die tolle Zeltdekoration,
dem Feuerwehrmusikzug, dem Zeltbetreiber, dem
Jubiläumsausschuss und allen anderen Kameraden, allen Helfern,
den Bereitstellern von Material, Norbert Wacker und Bernd
Braas für Ihre Unterstützung und natürlich allen Gästen – ihr
wart ein tolles Publikum.
Danken möchten wir auch den Familien der Musikanten, dass sie das
ganze Wochenende auf ihre Leute verzichtet haben, damit diese
uns unterstützen konnten. Letztes Mal, als unsere Feuerwehr
ähnliches
in Böelschuby versuchte, endete die Angelegenheit etwas
anders, aber diese Geschichte dürfte dem aufmerksamen Leser
unserer Jubiläumschronik inzwischen ja hinreichend bekannt
sein. --> Bilder der
Jubiläumsveranstaltungen
Video: Highlights
des Jubiläums
--> Download:
Programmzettel als Rückblick

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Festwoche
13. bis
17. Juni 2007 |
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So sah das
offizielle Festprogramm zu unserem 75. Jubiläum aus:
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Tag |
Uhrzeit |
Programm |
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Mittwoch, 13.06.07 |
14.30 Uhr |
Flohmarkt für Schulkinder auf
dem Schulgelände |
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14.30 Uhr |
Gemeindenachmittag mit Bildern
und Berichten über 75 Jahre Freiwillige Feuerwehr
Norderbrarup im Gemeindehaus
(Eintritt frei!) |
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17.00 Uhr |
Fußballspiel
„Schüler gegen Eltern“ auf dem
Dorfplatz
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| Freitag, 15.06.07 |
08.30 Uhr |
Kindergilde - Wettspiele auf
dem Schulhof |
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19.00 Uhr |
Öffentliche Bezirkswehrübung
mit 6 Feuerwehren
Kommentierung des Ablaufes der Übung für
Zuschauer durch den Kameraden Norbert Wacker mit
Megafon. Im Anschluss treffen sich alle Wehren und die
Zuschauer im Festzelt zu den Klängen des Musikzuges der
Freiwilligen Feuerwehren des Amtes Süderbrarup.
Aufgeführt werden Sketche von Feuerwehrkameraden.
(Eintritt frei!) |
| Samstag, 16.06.07 |
14.00 Uhr |
Kindergilde
- Festumzug der Knüttel-Grundschule ab Schulhof mit
Begleitung durch Schützenkorps Kappeln. Anschließend
„Trommelzauber im Festzelt“ mit Kaffee und Kuchen.
(Eintritt frei!) |
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20.00 Uhr |
Jubiläumsfestball
mit den Krumbacher Musikanten
vom Bodensee. Musik für „Jung und Alt“, Sketche und
Einlagen durch Musiker und Feuerwehrkameraden
(Eintritt: 5 €) |
| Sonntag, 17.06.07 |
10.30 Uhr
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Gottesdienst
im Festzelt unter Beteiligung durch die Krumbacher
Musikanten |
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11.30 Uhr |
Frühschoppen
im Festzelt mit den Krumbacher Musikanten. Gleichzeitig
präsentieren sich Fahrzeuge der Oldtimerfreunde Angeln
und eines Oldtimerclubs aus Dänemark
(Eintritt frei) |
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