Ziel erreicht: Feuerwehr Norderbrarup erhält einen Defibrillator aus Spendengeldern

Offizielle Übergabe des AED bei einem Empfang mit den Spendern

20.11.2016
Ziel erreicht: Feuerwehr Norderbrarup erhält einen Defibrillator aus Spendengeldern

Freude und Erleichterung war im Gesichtsausdruck von Gemeindewehrführer Jan Jensen zu erkennen, als er im November bei einem kleinen Empfang Worte des Dankes an die Spender eines neuen Automatisierten Externen Defibrillators (AED) richtete.
Der Wunsch nach so einem Gerät bestand in der Wehr schon lange und wurde auch von Jensens Vorgänger Bruno Heller und von vielen Kameraden besonders nach Erste-Hilfe-Kursen mehrmals geäußert. Auch einige Türöffnungs-Einsätze der vergangenen Jahre hatten den Feuerwehrleuten vor Augen geführt, dass die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes sich manchmal lang anfühlen kann und den Wunsch nach besserer Hilfe reifen lassen. Gleichzeitig steigert das Gerät die Sicherheit der eigenen Einsatzkräfte.
Der Ausschlag für die Anschaffung kam jedoch von außen. Ein Ehepaar, das persönlich eine Reanimation erleben musste, sah die Notwendigkeit nach einem AED in Norderbrarup und spendete den ersten Betrag zweckgebunden an die Feuerwehr. Über einen längeren Zeitraum schlossen sich andere Bürger an und das Sparguthaben stieg. Die Anschaffung eines Defis war eine Angelegenheit, die auch dem Feuerwehrkameraden Michael Clausen immer sehr am Herzen lag. Als Clausen nach einer schweren Erkrankung verstarb, überraschte er die Trauergemeinde mit der Bitte, statt Grabschmuck lieber einen Beitrag für einen Defibrillator zu spenden. Dadurch war der Füllstand der Spardose schlagartig nah an der Realisierungsgrenze. Die Gemeindevertretung beschloss ebenfalls einen Anteil zu tragen. Das restliche Geld, um das 1.800,- € teure Gerät zu finanzieren, steuerte die Feuerwehr aus der Kameradschaftskasse bei.
„32 unserer 35 Kameraden sind inzwischen in Erster-Hilfe und technisch am Gerät geschult“, erzählt Jan Jensen. Für die Zukunft plane man die Gründung einer sogenannten First-Responder-Gruppe zu verfolgen, um im Sinne der Spender bei Reanimationseinsätzen in der Gemeinde schnell tätig werden zu können, falls der Rettungsdienst nicht sofort zu Verfügung steht.
 

Bild: Zufriedene Gesichter bei (v.l.) Spender Hans-Heinrich u. Erika Petersen, Wehrführung Wulf Nagelschmidt u. Jan Jensen, Spenderin Rabea Clausen, Bürgermeisterin Christine Hannemann und Spender Heinz Boldt
Nicht im Bild: Die Spender Helga u. Lothar Herrmann

 
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